„Du, wann ist man eigentlich glücklich?“

Diese Frage hat mir vor kurzem ein kleines Mädchen gestellt. Zugegebenermaßen ist mir die Antwort nicht leicht gefallen, denn was bedeutet Glück eigentlich genau? Wann bist Du glücklich? Und wie erkennst Du es?

Meiner Meinung nach und im Austausch mit Freunden und der Familie habe ich festgestellt, wie unterschiedlich die Auffassung von Glück ist und was für unterschiedliche Dinge die Menschen benötigen um vom Gefühl her glücklich zu sein. Bisher wusste ich schon, was ich gerne mag und was ich gerne hätte, aber mein Plan war es, mein Glück nicht von Dingen oder Personen abhängig zu machen. Unterbewusst ist das doch irgendwie passiert. Kennst Du das Gefühl?

Wenn dies und das nicht wäre und jenes passiert, dann wäre alles perfekt. Mehr Konjunktiv ist in einem Satz fast gar nicht unterzubringen. Aber warum machen wir das eigentlich so häufig? Und dabei kenne ich wenige Menschen, bis gar keinen, denen das noch nicht passiert ist.

Ein Beispiel hierzu : Vor 10 Jahren haben wir unseren Hund verloren, wohl für meine ganze Familie einer der härtesten Tage überhaupt und ein Verlust, der bis heute eine Spur hinterlassen hat. Jedoch war mir schnell klar, dass ich wieder einen Hund haben möchte, da Hunde eine absolute Bereicherung sind. Doch ich habe immer auf den perfekten Moment gewartet, auch aus Fairness gegenüber dem Hund. Mir war es wichtig, dass ich mein Glück von niemandem abhängig mache sondern es schaffe, ehrlich sagen zu können ich bin glücklich. Auch alleine.

Mein Leben ist gelegentlich etwas chaotisch und es wird bestimmt auch nicht langweilig, aber mit den Jahren habe ich gelernt meinem Herzen zu folgen – hierbei behaupte ich nicht, dass ich das schon perfektioniert habe, aber ich arbeite täglich daran. Vor einiger Zeit – situationsbedingt – hab ich sehr viel Zeit mit mir und meinem Glauben verbracht (ich bin in einer freien christlichen Gemeinde aktiv) und mich mit genau dieser Frage auseinandergesetzt : Wann bin ich denn nun eigentlich glücklich?

Meine Familie ist wohl das größte Geschenk, das ich habe, meine Schwester und meine Eltern sind in jeder Lebenssituation für mich da und stehen zu mir. Meine Freunde, auch wenn wir uns selten sehen, sind ebenfalls für mich da und ich genieße die Zeit mit Ihnen und meine Cousine ist wie eine Schwester, wir sehen uns selten und doch sind diese Momente unendlich wertvoll und voll von Lachen. Mein Beruf ermöglicht es mir Menschen langfristig zu helfen und sie zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre Ziele und Träume zu verwirklichen und ich habe eine Wohnung in meinem Lieblingsstadtteil. Ich habe unendlich viel Glück in meinem Leben. Klar gibt es auch Punkte die wirklich besser laufen könnten und es gibt Träume die ich habe, die noch nicht verwirklicht sind und bei denen ich Geduld habe. Aber vieles habe ich lange Zeit für selbstverständlich genommen, die kleinen Dinge nicht wirklich gesehen und immer auf „mehr“ gehofft und auf „das Besondere“ gewartet. Dabei war so viel bereits da und das auch schon ziemlich lange.

Um glücklich zu sein, habe ich gelernt, den Moment zu genießen. Wertzuschätzen was es in meinem Leben wundervolles gibt und das sind Menschen, die mich begleiten und es sind die kleinen Augenblicke, wie ein Ausflug aufs Land oder einfach ein Moment voller Ruhe. Ja, es ist auch mein Glauben der mich in jeder Sekunde begleitet und die Dankbarkeit für all das, was mir ermöglicht und geschenkt wird. Die pure Dankbarkeit für mein Leben und all diese Momente die zu wundervollen Erinnerungen werden. Irgendwie war glücklich zu sein dann doch eine Entscheidung.

Vor zwei Tagen ist mein Hund zu mir gekommen – Jojo – ich habe sie adoptiert, da sie ihre Besitzer verloren hat. Aktuell gewöhnt sie sich an mich und an die neue Situation, aber ich kann jetzt bereits sagen, dass dieser Hund mein Leben gehörig auf den Kopf stellt. Und trotzdem – oder genau deshalb – ist sie ein Geschenk und die Liebe die sie verströmt, lässt mich pure Dankbarkeit spüren – und Glück !

Es wird Zeit loszulassen von hätte,könnte,würde,wäre.

Es ist Zeit zu genießen, dankbar zu sein, den Moment zu leben und die Augenblicke aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Also – was bedeutet Glück für Dich?

Und wann entscheidest Du Dich dafür?

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